Wie wirst du Christ?

Eine gewichtige Frage, die dein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann. Was ist dafür zu tun, um Christ zu werden? In die Kirche zu gehen? An den Papst zu glauben? Immer lieb und geduldig zu sein? Sich den Himmel „verdienen“, indem man gut ist? Ein Kreuz als Halskette zu tragen? Könnte es ausreichen, keinen Bankraub begangen zu haben oder wahlweise jemanden mal nicht zu ermorden … auch wenn das Herz da manchmal noch andere Ideen hat! Oder, oder, oder …

Es existieren viele Mythen und Meinungen darüber, was ein Christ ist und was nicht. Ich kann dir gleich sagen: Diese Punkte reichen nicht aus, um wirklich Christ zu sein. Du musst bereit sein für Jesus, denn um ihn allein geht es: um seine Vergebung, darum, dich neu zu erschaffen, dich mit Gott zu versöhnen und dir ein neues Leben zu schenken.

Du denkst, das hast du? Wollen wir mal zusammen schauen, wie man sich wirklich mit Gott versöhnen kann?

Wir machen das mal etwas genauer. Aber nur etwas...

Das Gute und das Böse existieren wirklich. Gott schuf den Menschen für sich, ihm ebenbildlich. Böses sollte der Mensch eigentlich nie kennenlernen. Aber der Mensch lernte das Böse kennen, indem er von der verbotenen Frucht des Baumes der Erkenntnis im Garten Eden aß. Diese Frucht war mit einer Fähigkeit ausgestattet. Wenn ein Mensch von diesem Baum essen würde, würden ihm die Augen geöffnet werden, und der Mensch wüsste sofort, was Gut und Böse ist.
Mit dem Fall des Menschen ist die ganze Schöpfung gefallen. Tiere begannen, sich zu jagen und sich gegenseitig aufzufressen. Der erste Mord geschah bei Kain und Abel. So schnell war der Mensch anfällig für Krankheit, Tod und Verderben. Genau wie Pflanzen, die auf einmal Dornen bekamen, um sich zu schützen.

Jupp, da haben wir den Salat, der sich bis heute hinzieht … und morgen vermutlich auch. Du weißt sicher dass es Gott war, der Adam und Eva verboten hat von diesem Baum der Erkenntnis zu essen. Die Schlange war es, die Eva verführte, und Eva gab Adam von der Frucht zu essen. Infolgedessen öffneten sich die Augen von Eva und Adam, und sie kannten sofort den Unterschied zwischen Gut und Böse. Gleichwohl sie für das Böse nie geschaffen wurden. Umgehend empfanden sie Scham aufgrund ihrer Nacktheit. Sie versteckten sich vor ihrem Gott, da sie sich vor ihm schämten.
(Exkurs: Scham und Schuld sind zwei sehr große Faktoren, die permanent in einer Therapie vorkommen können. Genau wie Angst. Es überträgt sich bis heute.)

Gott hatte damals die Herrschaft über die Erde den Menschen übertragen. Die Kirchenväter fanden anhand der Bibel heraus, dass die Herrschaft von nun an Satan übergeben wurde. Damit erklärt sich ganz gut, warum die Welt so böse ist und so böse Dinge geschehen. Schauen wir uns folgende Bibelstellen an, die genau das implizieren:



"Wieder nahm ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Und er sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest."
(Matthäus 4,8–9)


„Dies alles will ich dir geben, denn mir ist es übergeben worden, und ich gebe es, wem ich will.“ 
(Lukas 4,6)




Ich verstehe das so wie ein Mietverhältnis. Es gibt einen Wohnungseigentümer und einen Mieter. Satan wäre demnach der „Mieter“, der keine Miete zahlt. Das von mir benannte Mietverhältnis wurde durch Jesu Tod und Auferstehung beendet.

Trotz all dem gehört Gott die Erde, wie es in Psalm 24,1 steht, dass Gott der Eigentümer der Erde ist. Trotz alldem ist der Mensch noch an den Auftrag (Schamar שָׁמַר Bewahren, Behüten und Beschützen) gebunden. Nirgendwo habe ich gelesen, dass der Auftrag , auf die Erde und ihre Bewohner, Ressourcen, Pflanzen, Tiere und Mitmenschen aufzupassen, von uns genommen wurde. Was anders ist, ist, dass der ehemalige Mieter, Satan, herumwütet, was er im Garten Eden nicht konnte. Die Nachrichten sind voll von seinen Werken und Beinflussungen.


Jesus, das Opferlamm

Nun war ja das Böse (die Sünde) seit Adam und Eva im Menschen drin und vererbte sich weiter. Davon ist jeder Mensch betroffen, da alle nun mal von Adam und Eva abstammen. Bis Jesus kam, wurden im Tempel von Jerusalem Tieropfer zur Vergebung der Sünden dargebracht. Wer seine Sünden hatte sühnen lassen, konnte sich wieder mit Gott versöhnen.

Im Tempel verlief das so: Der Schuldige legte seine Hand auf den Kopf des Tieres und bekannte vor den Priestern seine Sünden. Dann schnitt man dem Tier die Kehle durch, und ein übernatürliches Wunder geschah. Die Schuld des Menschen ging auf das Tier über, und die Unschuld des Tieres ging auf den Menschen über. Kleinere Sünden wurden auch geringer geahndet. Das dritte Buch Mose ist voll von Schuld und Sühne. Das werde ich jetzt an dieser Stelle mal nicht zitieren … du verstehst schon, das wäre etwas zu viel.

Von vor ca. 2.000 Jahren bis heute und morgen ist die Versöhnung ausschließlich über Jesus Christus möglich.

Mit Jesus wurde alles anders. Jesus war das Opferlamm. So nannte ihn Johannes der Täufer. Schau mal:


„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1,29)

Und spannend ist, dass am nächsten Tag Johannes der Täufer wiederholte:

„Siehe, das Lamm Gottes!“(Johannes 1,36)



Ja, auch deine Sünden können vergeben werden und du kannst dich durch Jesus Christus mit Gott versöhnen. Dafür ist Folgendes nötig: Du musst Jesus Christus als deinen HERRN und ERLÖSER annehmen. Warum du das tun solltest, klären wir jetzt.



Was ist am Kreuz geschehen?

Wir haben uns ja angeschaut, dass das Böse und die Sünde im Menschen weitervererbt werden. Jetzt musste ein Kniff her, und Gott musste das Wunder der unbefleckten Empfängnis vollbringen, damit Jesus ohne Anfälligkeit für die Sünde und das Böse geboren wurde. Jesus kam von Gott, legte aber für die Zeit auf der Erde seine Göttlichkeit beiseite. Also war Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott ohne Sünde. Jesus hielt sich an alle 613 Gebote der fünf Bücher Mose. Als Jesus an das Kreuz gehängt wurde, legte Gott in einem Moment alle Sünden der Welt auf Jesus. So starb Jesus. Damit lag die Schuld auf ihm, der in alle Ewigkeit keine Sünde begangen hat und von Ewigkeit an Teil Gottes gewesen ist (etwas über die Trinität kannst du dir im Artikel Athanasisches Bekenntnis anschauen).

Jesus erlöste damit die Menschheit von der Sünde. Das war schon ganz früh der Plan Gottes. Sünde musste immer mit Blut bezahlt werden, wie wir das eben aus dem Tempel von Jerusalem erfahren haben. Jesu Blut ist absolut rein und heilig, da er ja ohne Sünde geboren wurde und ohne Sünde blieb. So heilig ist sein Blut, dass es für die ganze Menschheit ausreicht. Nun verschenkt Gott Versöhnung. Klingt gut? Ja, definitiv. Ja, Gott schenkt die Erlösung, aber … Der Mensch, so auch du und ich, muss das Geschenk mit Herz und Willen annehmen. Du darfst dich persönlich dafür entscheiden, dass Jesus dein HERR und ERLÖSER wird. Am besten kannst du das in einem Gebet zu Jesus Christus. Das Gebet könnte wie folgt klingen:


 

Lieber Herr Jesus,

ich bitte dich, dass du mir alle meine Sünden vergibst (was dir so an Untaten einfällt, kannst du im Gebet vor Jesus bringen, indem du das in deinem Gebet jetzt sagst). Jesus, ich nehme dich als meinen HERRN und ERLÖSER an. Ich möchte, dass du auch mein König wirst und dass ich dein Kind werde. Erlöse mich bitte von all meiner Schuld und reinige mich von allem Bösen und aller Sünde. Bitte heile mich und gib mir bitte den Heiligen Geist. Dem Bösen, dem Satan, seinen Dämonen und Geistwesen entsage ich komplett und möchte von ihnen und ihren Taten in mir und um mich herum gereinigt werden. Hilf mir bitte dabei, allmächtiger Jesus. Stell mich in dein Licht, lehre mich zu leben und führe mich in das, wozu du mich eigentlich bestimmt hast.

Ich danke dir, dass ich nun dein Kind bin, Frieden mit dir habe und nach meinem Tod zu dir in den Himmel kommen darf und dich in mir und auf der Erde erfahren kann.

AMEN!

So oder ähnlich kann das Gebet klingen, wenn du es von ganzem Herzen meinst. Glaube, dass Jesus der HERR ist und von den Toten auferstanden ist. Ja, er ist auferstanden, weil die Hölle ihn nicht halten konnte, da Jesus keine eigene Sünde hatte, als er starb. Drei Tage lang hat er die Hölle und die Unterwelt auf den Kopf gestellt und ist dann auf der Erde auferstanden. Nachdem 40 Tage vergangen waren, nahm Gott Jesus vor den Augen einiger Menschen sichtbar in den Himmel auf.

Wenn du das Gebet gesprochen hast, darfst du dich glücklich schätzen, dass du nun ein Kind Gottes bist. Bevor du dieses Gebet aus deinem Herzen gesprochen hast, warst du kein Kind Gottes, gleichwohl aber sein Geschöpf. Außer du hast dich vorher schon mit Gott durch Jesus Christus versöhnt. Die Bibel sagt:



„Allen aber, die ihn (Jesus Christus) aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen (Jesus) glauben.“ (Johannes 1,12)

„Denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne (und Töchter) Gottes in Christus Jesus.“ (Galater 3,26)

„Denn alle, die durch den Geist Gottes (der Heilige Geist) geleitet werden, die sind Söhne (und Töchter) Gottes.“ (Römer 8,14)

„Der Geist (der Heilige Geist) selbst bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ (Römer 8,16)


 

Und jetzt hast du Frieden mit Gott. Vorher nicht.
„Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“
(Römer 5,1)

Und das klappt ausschließlich über unseren HERRN und ERLÖSER Jesus Christus. Jetzt bist du Gottes Kind und Gott ist dein Vater geworden. Durch Jesu Blut am Kreuz sind alle deine Sünden getilgt und an Jesus Christus bestraft worden. Auch hier geschieht ein Wunder. Alle deine Sünden landen Rückwirkend an das Kreuz an dem Jesus für unsere Sünden hing.
Du bist nun erlöst und wirst nicht in den Abgrund, in die Hölle, fahren, in der du selbst für deine Schuld bezahlen müsstest. An diesem Ort gibt es weder Gnade noch Liebe, noch körperliche Unversehrtheit, noch Recht, noch Wasser … Ja, Sünde ist sehr teuer. Sünde kann in Gottes Gegenwart nicht existieren, so heilig ist er. Du gehörst nun zu den Christen, die Jesus kennen und kennenlernen werden. Du bist kein Bürger dieser Welt mehr, du bist ein Himmelsbürger. Diese Welt wird nicht glücklich mit dir umgehen, weil du kein Teil mehr von ihr bist. Halte dich an Gott. Jesus spricht dir zu:

„In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33)

Eines der tröstlichsten Worte, die Jesus seinen Jüngern und uns Gläubigen zuspricht. Jesus verheimlicht nichts, niemals. Auch nicht, dass die Welt voller Leid, Angst und Sorgen ist. Das kennst du ja schon. Aber Jesus spricht uns zu, dass wir getrost sein können und in ihm Trost finden werden. „Seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Das heißt, dass Jesus Christus so ziemlich jede menschliche Erfahrung selbst gemacht hat. Sogar den Tod. Und deswegen kann er dir sehr gut beistehen und dir den Tröster senden, welcher dre Heilige Geist ist.


Was ich dir nun empfehlen würde:
Und jetzt hast du Frieden mit Gott. Vorher nicht. „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“
(Römer 5,1) und das geschieht ausschließlich über unseren HERRN und ERLÖSER Jesus Christus. Jetzt bist du Gottes Kind und Gott ist dein Vater geworden. Durch Jesu Blut am Kreuz sind alle deine Sünden getilgt und gesühnt worden. Durch Jesus Christus. Du bist nun erlöst.

Gemeinde: Googel doch mal ob sich in deiner Nähe eine christliche Gemeinde befindet. Eine charismatische, eine Pfingstgemeinde oder eine andere. Besuche mal die Gottesdienste. Da wo du das beste Gefühl hast, da bleibe. Du wirst sehr schnell Christen kennenlernen die dir sicherlich bei deinem neuen Lebensweg unterstüzten werden. 

Eine Bibel: Für den Einstieg ist die Basisbibel hervorragend. Wenn du dann mal tiefer in den Text reingehen möchtest, dann würde dir die Elberfelder Bibel oder die Neue Genfer Übersetzung (GNÜ) vielleicht gut helfen können. Diese Auswahl ist mein persönlicher Geschmack. Du wirst deine Bibel ganz sicher finden. Bete mal für die richtige Bibel für dich.

 

Herzlich Willkommen im Reich Gottes, Bruder oder Schwester.
Liebe Grüße, derLöwe.

 

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