Was ist mit dunkler Materie und dunkler Energie?
Unser heutiges kosmologisches Modell enthält außerdem dunkle Materie und dunkle Energie. Ihre Auswirkungen lassen sich anhand astronomischer Beobachtungen untersuchen. Wir können beispielsweise beobachten, dass sich Galaxien und große Strukturen des Universums nicht so verhalten, wie es allein aufgrund der sichtbaren Materie zu erwarten wäre. Daraus ergeben sich Modelle mit dunkler Materie.
Auch die beschleunigte Expansion des Universums wird mit dunkler Energie beschrieben. Aber was dunkle Materie und dunkle Energie eigentlich sind, wissen wir bis heute nicht vollständig. Das zeigt etwas sehr Wichtiges: Wir wissen heute unglaublich viel über das Universum. Aber wir wissen noch lange nicht alles. Und genau das ist kein Problem. Es ist sogar eine Stärke der Wissenschaft, wenn sie offen sagen kann/könnte, je nach Wissenschaftlier,:„Hier haben wir noch keine endgültige Antwort.“
Wo beginnt die Spekulation?
Das ist eine weitere wichtige Grenze.
Solange wir über messbare Beobachtungen sprechen, befinden wir uns auf relativ sicherem wissenschaftlichem Boden. Wenn wir daraus ein Modell entwickeln, verlassen wir bereits die reine Beobachtung und beginnen, die Beobachtungen theoretisch zu erklären.
Und wenn wir anschließend fragen:
„Was war ganz am Anfang?“
oder:
„Warum gibt es überhaupt etwas?“
werden die Antworten schwieriger. Hier gibt es verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Hypothesen. Aber eine endgültige, experimentell bestätigte Antwort auf den absoluten Ursprung des Universums haben wir nicht.
Deshalb sollte man unterscheiden zwischen:
Beobachtung.
Schlussfolgerung.
Wissenschaftlichem Modell.
Und einer Aussage darüber, was letztendlich am Anfang von allem stand.
Diese Dinge sind nicht dasselbe.
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