Priester, christlicher Schamane und Künstler aus Mainz.
Wer hinter dem Namen derLöwe steckt, lässt sich allerdings nicht mit drei Berufsbezeichnungen erklären. Mein Leben führte mich durch Theologie und Kunst, durch Sicherheitsarbeit und Marketing, quer durch Europa und schließlich immer tiefer zu den Fragen, die mich bis heute beschäftigen: Wer ist der Mensch? Was trägt ihn? Was macht Glaube aus? Und welche Rolle spielt Gott in unserem Leben?
derLöwe ist mein Ordens- und Künstlername. Der Name ist amtlich eingetragen und wird von mir als Vorname geführt. Zurzeit lebe ich in Mainz-Marienborn.

Wer bin ich?
Geboren wurde ich am 9. August 1975. Meine familiären Wurzeln reichen in unterschiedliche Teile Europas. Zu meiner Familiengeschichte gehören polnische und niederländische Einflüsse; auch eine Verbindung zu nordischen beziehungsweise wikingerzeitlichen Vorfahren gehört zu der überlieferten Familiengeschichte.
Aber Herkunft allein sagt noch nicht, wer ein Mensch ist.
Mein Leben verlief jedenfalls nicht schnurgerade – und wenn ich ehrlich bin: Eine schnurgerade Straße wäre mir vermutlich ohnehin irgendwann zu langweilig geworden. 😉
Ich bin Priester, christlicher Schamane, Künstler und ausgebildeter Mediengestalter für Print und Digital. Manche dieser Bezeichnungen scheinen auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammenzupassen. Für mich gehören sie jedoch zu ein und demselben Leben.
Mein Glaube und meine Berufung
Im Mittelpunkt meines Glaubens steht Jesus Christus.
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ – Johannes 14,6
Dieser Satz ist für mich keine hübsche christliche Dekoration für die Wohnzimmerwand. Ich nehme ihn ernst. Jesus Christus ist für mich der Weg zu Gott, mein Herr und Erlöser. Mein Glaube orientiert sich deshalb nicht an der Vorstellung, dass letztlich alle religiösen Wege dasselbe Ziel erreichen.
Als christlicher Schamane verbinde ich meinen christlichen Glauben mit spirituellen Erfahrungen und Praktiken. Dabei ist für mich entscheidend, dass Jesus Christus im Mittelpunkt steht und ich den Heiligen Geist um Führung bitte.
Dazu gehören Gebet und Glaubens-Seelsorge ebenso wie der bewusste Umgang mit Natur, Räucherwerk und spirituellen Erfahrungen. Räuchern nutze ich beispielsweise bei persönlichen Ritualen und zur geistlichen Sammlung oder Raumreinigung. Spirituelle Erfahrungen prüfe ich dabei an meinem christlichen Glauben und erhebe persönliche Wahrnehmungen nicht automatisch zu unumstößlichen Wahrheiten.
Spiritualität und Wahrnehmung
Ich habe ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und erlebe immer wieder Situationen, die ich persönlich als spirituell oder übernatürlich wahrnehme. Dazu gehören auch Eindrücke, die ich aus meiner Glaubensperspektive als prophetisch bezeichnen würde.Ich neme Geister, Energien, Engel und Dämonen wahr. Seit meiner Kindheit.
Für mich ist dabei wichtig: Nicht jede ungewöhnliche Wahrnehmung ist automatisch eine Botschaft Gottes. Glaube braucht auch Prüfung, Vernunft und Demut.
Eine besondere Verbundenheit empfinde ich zu Menschen, Tieren und zur Natur. Vielleicht ist genau das einer der Gründe, weshalb mich Glaubensseelsorge und Spiritualität schon so lange begleiten.
Theologie, Ausbildung und Beruf
Ich habe einen Bachelorabschluss in Theologie. Ein besonderer Schwerpunkt meiner theologischen Beschäftigung liegt auf Exorzismus und Dämonologie. Es handelt sich um einen kirchlichen Abschluss, keinen staatlichen, aus den USA.
Mein beruflicher Weg war allerdings wesentlich breiter. Ich arbeitete unter anderem als Privatdetektiv, absolvierte eine Ausbildung zum Sicherheitsassistenten und später zum Mediengestalter für Print und Digital. Kunst und Gestaltung begleiten mich bis heute, insbesondere im Bereich Digital Art.
Später war ich mehrere Jahre im Marketing tätig. Rund acht Jahre war ich – mit Unterbrechungen – beruflich mit einem Freakbus in Europa unterwegs und erledigte an unterschiedlichen Orten meine Aufträge.
Diese Reisen haben meinen Blick auf Menschen stark geprägt.
Ich begegnete unterschiedlichen Ländern, Kulturen, Lebensweisen und Persönlichkeiten. Und irgendwann wurde mir etwas bewusst: So verschieden Menschen sein können, in den wirklich wichtigen Dingen ähneln wir uns erstaunlich stark.
Wir sorgen uns um Menschen, die wir lieben. Wir möchten angenommen werden. Wir haben Angst vor Verlust. Wir tragen Verletzungen mit uns herum. Wir hoffen auf eine gute Zukunft. Und beinahe jeder Mensch möchte irgendwo dazugehören.
Alle Menschen sind so unterschiedlich – und gleichzeitig erstaunlich ähnlich.
Begegnung mit anderen Religionen
Eine Zeit lang beschäftigte ich mich auch praktisch mit dem interreligiösen Dialog. Dabei habe ich sowohl interessante Begegnungen als auch Grenzen erlebt.
In meinen persönlichen Erfahrungen war die Beteiligung muslimischer Gesprächspartner teilweise geringer, als ich mir für einen wirklichen gegenseitigen Austausch gewünscht hätte. Daraus leite ich jedoch kein Urteil über Muslime insgesamt ab. Menschen sind Menschen – und Dialog funktioniert nur dort, wo beide Seiten tatsächlich miteinander sprechen wollen.
Für mich bedeutet interreligiöser Dialog außerdem nicht, meinen eigenen Glauben aufzugeben oder Unterschiede zwischen Religionen kleinzureden. Respekt vor einem Menschen verlangt nicht, dass ich jede seiner Überzeugungen teilen muss.
Mehr als 1.300 Bücher – und vermutlich noch nicht genug
Lesen gehört zu meinen größten Leidenschaften. Meine private Bibliothek umfasst mehr als 1.300 Bücher.
Ja, andere Menschen sammeln Briefmarken. Ich sammle offenbar Wissen. 😄
Meine Interessen sind entsprechend breit: Christentum, Bibel und Theologie, Dämonologie, Exorzismus, Parapsychologie und Schamanismus, Psychologie und Kriminologie, Geschichte, Kunst und Theater, Kosmologie, Astronomie, Mathematik und Physik sowie Natur, Heilpflanzen und Kräuterkunde.
Ich beschäftige mich außerdem gerne mit Holz und anderen Naturmaterialien. Und wenn nachts der Himmel klar ist, kann mich ein Blick zu den Sternen immer noch länger beschäftigen, als ursprünglich geplant war.
Der Mensch hinter dem Namen
Ich bin ledig und kinderlos und lebe dennoch in einer für mich erfüllenden und schönen Partnerschaft.
Meine Kindheit war turbulent und hat Spuren hinterlassen. Vieles, was ich erlebt habe, musste ich später verstehen und verarbeiten. Diese Erfahrungen haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich mich intensiv mit Psychologie, menschlichem Verhalten, Verletzungen und seelischen Schutzmechanismen beschäftige.
Ich glaube, dass viele Menschen Wunden mit sich herumtragen, die andere niemals sehen.
Gerade deshalb ist mir eines wichtig geworden: Menschen nicht vorschnell auf ihre schwierigsten Seiten zu reduzieren.
Hinter Wut kann Angst stecken. Hinter Rückzug können Verletzungen liegen. Hinter einem scheinbar merkwürdigen Verhalten kann eine Geschichte stehen, von der wir nichts wissen.
Das entschuldigt nicht jedes Verhalten. Aber es hilft manchmal, einen Menschen zu verstehen.
Meine tägliche Praxis
Mein Glaube soll für mich nicht nur aus theologischen Gedanken bestehen. Er muss sich im Alltag bewähren.
Gebet, kurze Zeiten der Stille, Atem- und Körperübungen, Dankbarkeit und bewusste Selbstreflexion gehören deshalb zu meinem Alltag. Gerade in schwierigen Situationen versuche ich, mich auf das Hier und Jetzt zurückzuholen und nicht jeder Angst zu erlauben, bereits heute über ein Morgen zu bestimmen, das noch gar nicht gekommen ist.
Dabei geht es mir nicht darum, Schwierigkeiten schön zureden. Mut bedeutet für mich nicht, keine Angst zu haben. Mut zeigt sich oft gerade darin, trotz der Angst weiterzugehen.
Gesundheit und Veränderung
Schwere gesundheitliche Erkrankungen haben mein Leben verändert und schließlich dazu geführt, dass ich meine jahrelangen Reisen beenden musste.
Das war ein Einschnitt. Manche Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind es heute nicht mehr. Trotzdem möchte ich mein Leben nicht ausschließlich danach beurteilen, was nicht mehr möglich ist.
Die Medizin entwickelt sich weiter, und Hoffnung darf ihren Platz behalten. Gleichzeitig versuche ich, mein Leben dort zu führen, wo es tatsächlich stattfindet: heute.
Ein paar Dinge dürfen einfach persönlich sein
Ich bin klassischer Pfeifenraucher und bevorzuge fast ausschließlich Vanilletabak. Auch bei meiner elektrischen Pfeife darf es gerne Vanille sein. Zigaretten hingegen sind überhaupt nicht meine Welt – schon der Geruch reicht mir meistens völlig. 😉
Alkohol trinke ich nur sehr selten. Ich liebe Natur, Tiere, Menschen, Bücher, Kunst und den Sternenhimmel.
Und über allem steht mein Glaube an Gott – Vater, Sohn und Heiligen Geist: drei Personen und doch ein Gott.
Worte, die mich begleiten
Einige Sätze begleiten mich schon lange:
„Was du säst, wirst du ernten.“
„Mehr als alles andere, bewahre dein Herz.“
„Wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat verloren.“
Und eines meiner Lieblingszitate stammt von C. G. Jung:
„Wer ins Außen schaut, der träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“
Diese Worte beschreiben einiges von dem, was mein Leben geprägt hat: nachdenken, hinterfragen, glauben, hinfallen, wieder aufstehen und weiterlernen.
Und wer ist derLöwe nun?
Vielleicht ist genau das die falsche Frage.
Denn ein Mensch ist mehr als seine Berufsbezeichnungen, Abschlüsse, Krankheiten, Erfolge oder Fehler. Auch ich bin nicht einfach nur Priester, Schamane, Künstler oder Theologe.
Ich bin ein Mensch auf seinem Weg.
Ein Mensch, der viel gesehen hat, vieles hinterfragt, manches verloren und anderes gefunden hat. Einer, der immer noch lernt, immer noch staunt und manchmal feststellen muss, dass eine Antwort nur drei neue Fragen hervorgebracht hat.
Und vielleicht ist das gar nicht das Schlechteste. 🦁
Denn solange wir noch fragen, suchen wir.
Und solange wir suchen, können wir noch etwas finden.
Ein Mensch auf seinem Weg – mit Jesus Christus an seiner Seite, einer großen Portion Neugier im Kopf und hoffentlich noch genügend Platz im Regal für das nächste Buch.
