Der Unterschied zwischen Hoffnung und Glauben

Hoffnung und Glaube gehören zusammen, sind aber nicht genau dasselbe. Hoffnung richtet sich häufig auf etwas, das noch kommen soll. Ich hoffe auf Heilung. Ich hoffe auf eine bessere Zukunft. Ich hoffe, dass eine schwierige Situation gut ausgeht. Glaube kann diese Hoffnung tragen, geht aber noch weiter. Glaube bedeutet: Ich vertraue Gott auch dann, wenn ich noch nicht weiß, wie die Sache ausgehen wird.


„Dies habe ich mit euch geredet, auf dass ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“
Johannes 16,33


Das bedeutet nicht, dass ein Christ niemals Angst hat oder niemals traurig ist. Natürlich haben wir Angst. Natürlich zweifeln wir manchmal. Natürlich gibt es Situationen, in denen wir uns fragen: „Gott, wo bist du eigentlich gerade?“ Glaube bedeutet nicht, dass solche Fragen verboten sind. Für mich bedeutet Glaube vielmehr, dass ich trotz dieser Fragen nicht einfach alles hinschmeiße. Ich halte mich an Gott fest, auch wenn ich IHN gerade nicht verstehe.

Glaube verändert den Menschen

Echter Glaube bleibt meiner Meinung nach nicht nur im Kopf. Wenn ich jemandem wirklich vertraue, hat dieses Vertrauen Auswirkungen darauf, wie ich mich verhalte. Wenn ich einem Menschen vertraue, gehe ich anders mit ihm um, als wenn ich davon ausgehe, dass er mich ständig belügt. Und wenn ich Gott vertraue, sollte das ebenfalls Auswirkungen auf mein Leben haben. Nicht weil ich mir dadurch den Himmel verdienen könnte. Das funktioniert nicht. Wir können uns die Erlösung nicht durch genügend gute Taten zusammenbasteln. Der christliche Glaube sagt vielmehr, dass gute Werke eine Folge des Glaubens sein können.


„So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“
Jakobus 2,17


Das bedeutet für mich: Wenn ich sage, dass ich Jesus Christus vertraue, dann sollte dieses Vertrauen irgendwann auch in meinem Leben sichtbar werden. Wie ich mit anderen Menschen umgehe. Wie ich vergebe. Wie ich mit Schuld umgehe. Wie ich mit meinem Nächsten umgehe. Wie ich mit meinem eigenen Leben umgehe. Natürlich gelingt das nicht immer. Wir sind schließlich Menschen und keine wandelnden Heiligenscheine. Aber der Glaube darf etwas mit uns machen.

Und was bedeutet Glaube nun für mich?

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