Glaube aus theologischer Sicht

Theologie fragt nicht nur danach, warum der Mensch glaubt, sondern auch danach, wem und woran er glaubt.

Im christlichen Glauben steht dabei keine abstrakte religiöse Idee im Mittelpunkt, sondern eine Person: Jesus Christus.

Jesus sagt:


„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Johannes 14,6


Das ist eine gewaltige Aussage. Jesus sagt nicht: „Ich kenne einen Weg.“ ER sagt: „Ich bin der Weg.“

Christlicher Glaube bedeutet deshalb für mich nicht einfach, an irgendeine höhere Macht zu glauben. Auch der Satz „Da oben wird schon irgendetwas sein“ ist noch kein christlicher Glaube.

Christlicher Glaube richtet sich auf Gott und auf Jesus Christus.

Dabei geht es auch nicht ausschließlich darum, bestimmte Aussagen für richtig zu halten. Ich kann theoretisch glauben, dass Jesus gelebt hat, ohne IHM mein Leben anzuvertrauen. Ich kann eine Bibel besitzen, ohne nach ihr zu leben. Ich kann jeden Sonntag in einer Kirche sitzen und trotzdem innerlich kilometerweit von Gott entfernt sein.

Ein Stuhl wird schließlich auch nicht zum Christen, nur weil er sein ganzes Leben in einer Kirche steht.

Glaube geht tiefer.

Es geht um Beziehung, Vertrauen und darum, Gott tatsächlich in mein Leben hineinzulassen.

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