Was bedeutet Glaube nun für mich?

Nach Philosophie, Psychologie, Theologie, Hoffnung, Heiligem Geist und einer ordentlichen Portion Nachdenken kommen wir wieder zu unserer ursprünglichen Frage:

Was bedeutet eigentlich glauben?

Für mich bedeutet Glaube nicht, meinen Verstand an der Kirchentür abzugeben.

Glaube bedeutet auch nicht, keine Fragen mehr zu haben.

Und Glaube bedeutet schon gar nicht, dass ich plötzlich für alles eine Antwort habe.

Für mich bedeutet Glaube zunächst: Jesus Christus zu vertrauen.

Nicht nur dann, wenn gerade alles wunderbar läuft und die Welt freundlich zu mir ist. Das kann jeder.

Interessant wird Vertrauen doch gerade dann, wenn ich den Weg vor mir nicht mehr verstehe.

Jesus sagt:


„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

Johannes 16,33


Dieser Satz ist für mich wichtig, weil Jesus nichts beschönigt.

ER sagt nicht: Wenn du an mich glaubst, wirst du keine Probleme mehr haben.

ER sagt auch nicht: Wenn dein Glaube nur stark genug ist, wird dir nichts Schlimmes passieren.

Nein.

Jesus sagt ziemlich deutlich: In dieser Welt werdet ihr Bedrängnis erleben.

Aber ER lässt den Satz dort nicht enden.

„Ich habe die Welt überwunden.“

Und genau darin liegt für mich Glaube und Hoffnung.

Ich kenne nicht jede Antwort. Ich weiß nicht, was morgen geschieht. Ich verstehe Gott nicht immer. Und vielleicht muss ich das auch gar nicht.

Denn wenn ich Gott erst vollständig verstehen müsste, bevor ich IHM vertrauen könnte, wäre ER vermutlich nicht mehr Gott – sondern nur noch etwas, das in meinen Kopf hineinpasst.

Mein Glaube sagt deshalb nicht:

„Ich kenne den ganzen Weg.“

Mein Glaube sagt:

„Ich kenne DEN, mit dem ich ihn gehe.“

Und damit kann ich leben.

Soviel erst einmal dazu.

Liebe Grüße
derLöwe

R3D Kommentare

Kommentare

Noch keine Kommentare.

Kommentar schreiben