Mein Weg aus dem Okkultismus zu Jesus


Möge Gott dich segnen beim Lesen des Artikels
Psalm 91,12: Auf den Händen tragen sie dich, damit du deinen Fuß nicht an einem Stein(Absatz/Wort) stößt.

Mein Weg über den Okkultismus zu Jesus

In meiner frühesten Kindheit hatte ich schon Wahrnehmungen. Licht, Schatten, ich nahm sie als Gestalten wahr. Wenig später war mir klar, dass diese Schatten irgendwie böse sind und die Lichtgestalten nicht. Sie waren gut.


Meine Wahrnehmungsfähigkeit war so ausgeprägt, dass ich bei Menschen spüren konnte, wie es ihnen ging, was sie empfanden. Es war durchaus notwendig, diese Fähigkeit zu entwickeln. Warum, das ist ein tief biografisches Thema, welches hier den Rahmen sprengen würde. Aber so viel: Meine Kindheit war brutal auf allen drei Ebenen: Geist, Seele und Körper. Damit hatte ich ein gutes Alarmsignal, was evtl. auf mich zukommen könnte. Mit niemandem sprach ich über meine Wahrnehmungen. Übernatürliches, Religion, war bei uns kein Thema. Außer bei meinen Großeltern väterlicherseits.

Oma und Opa lehrten meiner Schwester und mir die Inhalte der Bibel. Sehr fasziniert von Josuas Geschichten, von Mose und den Erzählungen von Jesus, unserem Christus. Meine Hauptfaszination im Alten Testament war Josua. Im Neuen Testament eindeutig Jesus. „Zu Jesus kann man gehören“, hörte ich in dieser Form. Und so wollte ich zu Jesus gehören. Ich suchte Gott. Im Stillen.

In meiner Jugend lebte ich schon nicht mehr in meinem Mutterhaus, sondern im Norden Deutschlands. Es waren unterschiedliche Kinderheime für Kinder mit meiner Biografie. Unser Hausmeister war Christ und wieder knüpfte ich an Jesus an. Auf seiner Werkbank sitzend erzählte er mir mit strahlenden Augen von Jesus und wieder war ich sehr, sehr fasziniert von Jesus und dem Himmel. Seine Begeisterung für Jesus sollte mich nie wieder verlassen und ihn unvergesslich in Erinnerung halten. Möge Gott ihn und seine Nachkommen segnen. Ich ging eine Zeit lang in eine Jugendgruppe und war und bin fasziniert von fast jeder Kirche.
Meine ersten dunklen Erfahrungen machte ich als Kind im Kinderheim. Als Kinder machten wir schon so etwas wie Gläser rücken und andere Experimente, um einen Gruselschauer zu erwecken. Was auch geschah. Was wir nicht wussten, war, dass diese Spielchen eigentlich ziemlich ernst waren. Aber: Gott schützte uns Jugendliche und Kinder. Unser Hausmeister warnte einzelne sehr ausdrücklich davor, sich auf so etwas einzulassen. Manche nahmen das ernst, manche nicht.

Die Zeit verging.

Als junger Erwachsener hatte ich ein paar Jobs und arbeitete dann als Privatdetektiv. Eine aufregende Zeit. Von da aus geleitete ich nach Mainz. Ja ich bin viel rum gekommen und durfte noch viel weiter rum kommen. In dieser Zeit, als ich das erste mal in Mainz lebte, besuchte ich meine Oma, die andere – nicht von den Zeugen Jehovas. Die zwei Stunden Autofahrt, sollten einen prägnanten Einfluss auf mein Leben haben. Gott habe sie selig. Bei diesem Besuch fragte meine Oma mich, ob ich dieselben Fähigkeiten hätte wie sie. Zu fühlen, was andere Menschen fühlen. Zu spüren, was gerade los ist, fühlen wie es um jemanden steht. Natürlich bejahte ich ihre Frage und war ein wenig verdutzt. Dachte ich doch, dass jeder Mensch so spüren und sehen konnte wie wir. Waren wir nun die Einzigen? Oder gab es noch Menschen … die … gewiss, wir beide können damit ja nicht alleine mit solchen Fähigkeiten sein.

Mein Forschergeist ging an und ich wollte herausfinden: wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm. Mein Forschergeist ist der Teil in mir, der die Sache ganz genau wissen möchte. Bis ins kleinste Detail. Deshalb sind Wissenschaft und Glaube für mich kein Widerspruch. Im Gegenteil, ich kann das sehr gut vereinen.



In Mainz
Gleichzeitig in Mainz suchte ich nach einer christlichen Gemeinde, wie ich sie in meiner Teenager- und Jugendzeit mit unserem Hausmeister erlebt hatte. Gott sei Dank wurde ich fündig. Die christliche Gemeinde nahm mich auf aber, ich war sehr kaputt. Über ein paar Monate mit mir war es turbolent geworden. Einige wollten das ich gehe. Das kann ich niemanden dort verübeln, da ich wirklich sehr kaputt war und keinerlei Sozialkompetenz hatte um mit gestandenen Erwachsenen umgehen zu können. Die Gemeinde beschloss, das es eine gute Idee sei, wenn ich in eine andere Gemeinde gehen würde. Sie hatten da auch eine spezielle im Kopf, die „Eher zu mir passen würde“. Ich kannte weder diese Gemeinde noch konnte ich mit dem Begriff „Pfingstgemeinde“ etwas anfangen. Daher zog es mich nicht unbedingt dahin. Aber aus dieser Gemeinde, die mich los werden wollten, war mir eine Frau verblieben, die mir eine gute Freundin wurde.
Ohne eine christliche Gemeinde kam ich mir etwas verloren vor. Sollte ich jetzt so tun als würde es kein übernatürlich geben? Als wäre das alles nichts weiter als Ideen ihrer Zeit gewesen? Durchaus berechtigt, aber nicht vollständig, da das Leben doch andere Bücher schreibt? Nein das ging nicht. Ich konnte auch nicht meine Gaben verleugnen. Ich dachte an das Gespräch mit meiner Oma zurück und mein Interesse, dem nachzugehen, wuchs wieder an.
Meine Suche sollte beginnen, wo sie oft beginnt. Ich kaufte mir ein Buch. Es ging um übernatürliche Wahrnehmungen. Was sonst, irgendwie muss man ja auf die Lösung kommen. Laut dem Buch ging es vielen Menschen so, und man könne dies, das und jenes trainieren, um noch stärker wahrzunehmen. Die Übungen machte ich und es klappte.

Thematisch zog es mich auf einmal Richtung Wahrsagerei. Keine Ahnung, warum. Aber bei dem Thema merkte ich wieder die komischen Schatten, die irgendwie nicht gut waren. Aber etwas in mir hielt daran fest, wollte weitergehen. Es war mehr als mein Forschergeist, es war … wie eingeflüstert: Mach das. Geh weiter. Das wird alles klappen. Was auch immer ich mir wünschte. Angezogen von der Befriedigung verschiedener Punkte der Gier habe ich mich mit freiem Willen darauf eingelassen.

Die Stimmen waren so verführerisch. Mein Interesse ging in diese Richtung und es fühlte sich irgendwie gut an. Nur … nicht richtig.

Dunkelheit
Was soll ich sagen? Man gewöhnt sich an die Schatten. Bis man sie um sich herum nicht mehr als Bedrohung wahrnimmt. So zogen sie mich immer tiefer in den Sog, bis in den Okkultismus hinein. Es kam mir aber nicht so vor wie ein negativer Sog, eine Bedrohung oder wie ein dunkler Sumpf, der mich immer tiefer zog. Ich merkte, dass ich das wollen musste. Buch um Buch vermehrte ich mein Wissen über okkulte Praktiken und wurde irgendwie anders. Menschen waren für mich eher Gegner geworden. Nicht das ich bis dato Menschen gemocht hätte, aber dann… wurde es eklig in mir.

Das passte ganz gut zu meinen inneren Wunden, die wie Schmeicheleinheiten von der Dunkelheit erfuhren … hier bist du sicher. So fühlte es sich gut an, aber wie wenig sicher ich war, konnte ich nicht erahnen.

Dennoch fühlte ich mich irgendwie noch, ja, Jesus-mäßig verbunden. Und dachte sogar, dass ich noch Christ sei. Was ein Christ wirklich war, wusste ich auch nicht. Aber das Ding aus meiner Kindheit, „nicht ohne Gott sein zu wollen“, verließ mich nicht. Aber mein Weg führte mich erst in die andere Richtung. Ich lernte Séancen kennen, aus Büchern. Nie war ich in diesem Thema mit anderen verbunden.

In spannenden Büchern sollte ich lernen, wie man Dämonen anrief. Was auch immer Dämonen waren, war mir nicht so klar. Dass sie gefallene Engel sind, die die Menschen hassen und sie in der Hölle schmoren und gequält sehen wollen, das war mir so nicht klar. Der Gedanken das mein Gang in den Okkultismus damit zusammen hing, das die Gemeinde mich nicht mehr wollte, ist naheliegend. Ich dazu nichts sagen, weil ich mir nie Gedanken darüber gemacht habe. Aber ich glaube eher nicht.
Was wollte ich eigentlich vom Leben und gelange ich dahin? Ich wollte Macht, einfach Macht. Und die Kraft die okkulten Dinge zu tun, von denen ich viel gehört habe. Telepathie, Telekinese und so viel mehr. Ich wollte Menschen bezaubern und Macht über sie haben. Macht hatte ich kennengelernt in meiner Kindheit. Man hatte Macht über mich. Keine Liebe, es war irgendwie Macht. Macht nix. Ich glaubte in einer Welt zu leben, indem es irgendwie eine gute Idee war, Macht über andere zu haben. Macht über andere haben zu wollen, zeigt einem ja eher wie klein man selbst ist. Zu dererlei Denksportaufgaben war ich damals nicht in der Lage gewesen. Aber es ist nun mal so, was man in der Kindheit lernte, greift tief in die Seele rein und es nur schwer sich von diesen Strukturen und Mustern zu lösen. Macht war das worauf es ankam. Andere zu beeindrucken und irgendwie die Anerkennung zu suchen, die so schmerzlich fehlte. Wo ich hinkam, gab es irgendwann immer nur Ärger. Ich hatte dem Leben nichts vorzuweisen. Keine Ausbildung, nichts. Also, wenn es nicht möglich war, innerhalb von 5min ein Rockstar zu werden, dann sah ich meine Chance indem was ich nun vor hatte. Eine Séance. Eines Tages würde ich eine machen und das würde mein Leben verändern.



Séance
An einem jener Tage, die ganz normal verlaufen sollten, zog es mich in eine Séance. Was ein Crowley hinbekam, das sollte ich doch auch können. So zeichnete ich in meiner Wohnung, in der Mainzer Innenstadt, ein Pentagramm auf den Boden. Es sollte schützen. Das tat es auch, wartet ab. Kerzen zierten die Spitzen und ich versuchte nun, gewisse Worte zu murmeln, irgendwas was ich aus Büchern hatte und was mir in den Kopf kam. Sollte ich das wirklich machen? Die Neugierde war groß, das zu erwartende Glück nahezu überschwänglich, was sollte jetzt noch schief gehen? Oke, ich gestehe, ich hatte auch irgendwie Angst. Also ging ich, relativ unerhaben, in das Pentagramm und murmelte weiter. Bücherworte und das was möglich war tat ich. Langsam setze ich mich in einen Schneidersitz in das Pentagramm.
Zunächst geschah überhaupt nichts. Eher so Fragen wie, ob ich das wirklich will, beschäftigten mich, aber ich hielt daran fest und wollte es. Freier Wille und so… Dann… begann es. Es wurde vor meinen Augen dunkel, dunkler als zuvor, dunkel wie nicht von dieser Welt. Ich merkte in dieser Dunkelheit Wesen sind, die sich immer mehr manifestierten. Sie kamen von rechts unten aus dem Boden heraus. Wie Rauch manifestierte sich auf der linken Seite. Sie waren da.
„Warum rufst du uns?“. Fragte mich einer der Dämonen.
„Ich möchte mehr Macht und Kraft“. Antwortete ich.
Es wurde still und ich wurde an eine Wand geführt. Eine spirituelle. Diese Wand war dicht, beweglich und schwer zu durchdringen.
„Du musst durch die Wand“ sagte der Dämon.

Gegen die Wand gedrückt und es geschah nicht viel, aus dem nichts heraus bekam ich es mit der Angst zu tun. Denn ich fragte mich was passieren würde wenn ich diese Wand durchbreche. Irgendwie hatte ich das Gefühl das dahinter noch mehr Dämonen lauerten, die – so glaubte ich – mir mehr geben wollten, was ich haben möchte. Heute weiß ich das sie mich vernichten wollte. Aber schweifen wir später ab. Sitzend im Pentagramm fragte ich
„Wie kann ich diese Wand durch brechen?“
„Du musst Jesus abschwören“
Uff, damit habe ich nicht gerechnet. Ich wusste nicht was das bedeutet. Was steckt dahinter, und warum ausgerechnet Jesus? Den Kontext brachte ich nicht zusammen.

Wenn du ihn verstehen willst, ließ dir den Artikel durch,
wie werde ich Christ.

Weiter im Text. Ich saß auf dem Boden, recht vor mir die Dunkelheit, links die Rauchschwaden und ich sitze da und weiß nicht wie es weiter geht. „Du musst Jesus abschwören“, oke ich überlegte daran ob ich das machen sollte oder nicht. Und genau in diese Szene durchbrach ein helles Licht, welches von links oben auf mich zu donnerte. Just in dieser Sekunde wusste ich dass das der Heilige Geist war. Woher ich gewusst habe, dass das der Heilige Geist war, weiß ich nicht. Der Heilige Geist sagte nicht viel, er gab mir nur einen Satz in den Kopf: „Wenn du das tust, dann geht es ab!“
Diese Worte erschraken mich komplett. Es war mein Satz den ich immer sage, wenn ich kurz davor bin komplett auszurasten, böse zu werden. Da ich wusste das ich diesen Satz immer dann sage, ist es zappen düster. Es wurde Still, sehr still. Alle warteten darauf was ich antworten würde. Das Licht, die Dämonen und auch ich selbst. Deutlich spürte ich wie wenig ich Jesus abschwören wollte und sprach: „Das will ich nicht“.

Alles blieb still und alle warteten was als nächstes passiert. Ich sagte nichts mehr. Das Licht ging wieder nach links oben raus. Ja… was man so will. Wollen ist ein listenreiches Wort. Ich hörte das Knurren der Dämonen, die mit dieser Entscheidung nicht einverstanden waren. Noch eine Stunde brauchte es, bis ich meine Angst überwunden bekam und die fremden Dämonen weg waren. Geblieben waren die Dämonen, meine „Haus- und Hofdämonen“, die eh da waren. Wie ich eben schrieb: Man gewöhnt sich an die Finsternis und die Dunkelheit.

Das Leben parallel
Zu dieser Zeit befand ich mich in einer Ausbildung zum Sicherheitsassistenten. Dort lernten wir alles kennen was mit dem Gewerbe zu tun hatte, für die Position für die wir ausgebildet wurde. Das Sicherheitsgewerbe ist natürlich praktisch für den privaten Ermittlungsdienst, den Privatdetektiven. Man vertiefte juristisches Wissen, lernt eine gewisse Psychologie und eigentlich alles was da noch hilfreich sein kann. Das ist jetzt aber nicht so wichtig wie unser Hauptlehrer. Denn er war ehemaliger Kaplan der Römisch Katholischen Kirche. Die Gemeinsamkeit war natürlich der Glaube und die Spiritualität. Wir kamen sehr gut miteinander klar. Zwischen Lehrstoff und und Feierabend, fanden wir immer wieder Gelegenheiten miteinander zu schnacken. Theologie war immer ein Thema gewesen, welches wir sehr genossen. Der wird noch recht wichtig werden für mein Leben.

Spirituell war ich in keinem Zuhause. Diese Pfingstgemeinde habe ich nie besucht, ich wollte nicht dahin gehen. Ich wollte nicht das die christliche Gemeinde Recht hatte, das die gut zu mir passen. Das würde ihr Abschieben meiner Person ja nur bestätigen. Ich wollte nicht bestätigen, das ich da nicht reingepasst habe, dafür war ich zu Stolz und zu verletzt. Aber dieser Ablehungsschmerz war ja ein stetiger Begleiter gewesen. Daher war mir der Schmerz vertraut. Was ihn nicht besser machte. Wenn ich die Macht hätte, würde niemand mehr mich ablehnen, so meine damalige, trügerische, Wahrnehmung. So vertiefte ich mein Wissen und übte fleißig übernatürliche Fähigkeiten. Ich war schon tief eingedrungen in die Materie. Ohne es zu merken rutschte ich in den satanischen Bereich ein. In meinen klinischen, schweren, Depressionen erhoffte ich mir ein Satanspriester zu werden. Aber für das nötige Ritual fehlte mir dann doch einiges und daher ist es nie dazu gekommen, ein solches Ritual zu statuieren. Ich wusste auch nicht woher ich gewisse Materialien bekommen sollte, die dafür nötig gewesen wären. Per eMail schrieb ich mal satanische Gruppen an, aber ich habe nie Antwort erhalten. Als Teil einer solchen Gruppe würde sicherlich was äh gutes.., passieren. Also im Sinne dessen das ich auf dem Weg nicht mehr alleine wäre. Aber irgendwer schien mich davor zu bewahren. Vielleicht war auch einfach mein eMail Client kaputt. Man weiß es nicht. Man munkelt nur. Zu dieser Zeit wurden auch meine Aufenthalte in der Psychiatrie immer häufiger. Eine hohe suizidale Empfindung begleitete mich stetig. Mein Gesamtzustand war also nicht sehr gut gewesen.

und es geht weiter

So zogen die Tage, Wochen und Monate ins Land und ich machte weiter mit dem was so alles gemacht hatte. Mit dieser Freundin aus der christlichen Gemeinde hatte ich einen sehr guten Kontakt und sie betete viel für mich. Und ihre Gebete wurden erhört. Irgendwann wollte ich auf eine Party wo sich okkulte Leute trafen und ein wenig feiern wollte. Dummerweise erzählte ich von dieser Veranstaltung, wo ich hin wollte. Auf dem Weg dahin merkte ich schon das irgendwas anders war als normal. Irgendwie begleitete mich Licht und ich merkte das wieder eine Person da war um mich davon abzuhalten dort hin zu gehen. Aber ich schritt strammen Schrittes weiter. Dort angekommen, wollte ich loslegen mit feiern und da mitten drin offenbarte sich die Person. Es war Jesus Christus der mich da genervt hatte. Ich immer am zischen gewesen:“Jesus geh weg“. Aber er nervte mich so sehr. Irgendwann nervte er mich so sehr das ich von dieser Veranstaltung weg gegangen bin. Am nächsten Tag besuchte ich meine christliche Freundin und erzählte es ihr auch noch. Ja, diese Freude darüber und ihr Lobgesang auf Jesus Christus gingen mir auch wieder rum auf den Zeiger, man war ich genervt. Aber ihr Lachen war einfach ansteckend. 
Meine Zustände änderten sich nie dauerhaft und mir ging es schlecht. Aber wen konnte ich um Rat fragen. Ich ging alle durch die ich so kannte und wusste niemanden dem ich mich so tief anvertrauen konnte. Doch, einer, einer war es dem ich vertraut genug war, um mit ihm über meine innersten Belang zu reden. Es war mein Opa. Die Sache hatte nur einen Haken. Mein Opa war schon Tot. Gut, dachte ich mir, ich bin ja ein ach so toller Magier, so nannte ich mich damals, also dann wollen wir mal die Toten beschwören.

In Erinnerung hatte ich noch das man die Toten nicht beschwören darf. Also nicht hoch rufen. Also musste ich irgendwie zu meinem Opa gelangen. Eine andere Wahl als eine weitere Seance fiel mir nicht ein.



Eine weitere Séance

Es waren viele Tage vergangen. Und dann war es soweit. Wieder Zeichnete ich ein Pentagramm auf den Boden. Sollte ich das wirklich machen? Ich war so verzweifelt über mein Leben und wer könnte mir helfen wenn nicht er? Verzweiflung frisst Fliegen, also rein. Wieder saß ich im Schneidersitz und fokussierte mich. Nach einiger Zeit spürte ich nichts mehr um mich rum und öffnete meine Augen. Was ich dann sah, verwirrte mich ungemein.

Ich stand auf einem felsigen Boden. Um mich herum war es irgendwie kalt, leicht dunkel und die Atmosphäre war angespannt. Die Wände die mich umgaben waren Felswände, so hoch das man über sie nicht kommen könnte. Vor mir sah ich ein riesiges Tor mit Flügeltüren. Verwirrt nahm ich die Schrift wahr die über den Flügeltüren, gebogen lang lief. Ich las die Worte „Herzlich Willkommen in der Hölle“. Dann erschrak ich mich als sich neben mir eine Person manifestierte. Wie ein Strudel aus roten und gelben Licht erschien der Strudel sich zu einem Körper zu verwandeln. Als die Person komplett da war, wusste ich das diese Person niemand geringerer war, als Satan persönlich. Er war sehr zurückhaltend, fast schon entschuldigend. Aber ich spürte das hinter diesem Tor sein Reich beginnt und ich fühlte ein Stück weit, seine unglaubliche Stärke und Macht, die er in seinem Reich hat.

Satan schaute mich von unten nach oben an und fragte was ich hier wollte. Ich sagte ihm „Ich möchte meinen Großvater sprechen“. Daraufhin öffneten sich die Flügeltüren und ich sah wie es hinter den Toren am Dampfen war. Der Boden war rot und gelb, wie von Feuer. Aber ich wusste das man darauf treten kann. Einen Schritt machte ich auf das Tor zu und Satan sagte zu mir:“Geh rein und suche ihn“.
Ich fühlte tief drin das es irgendwie nicht richtig ist. Dann nahm ich wieder meine Hilflosigkeit wahr. Gerade als ich über die Schwelle treten wollte und Satan mich genau beobachtete, schoss von oben rechts etwas helles auf mich zu. Im tiefen Dunkel kam der Lichtstrahl, der zwei Flügel hatte auf mich zu, schoss durch meinen Kopf und dann war ich blockiert und hatte eine seltsame Frage im Kopf. Ich wusste das ich diese Frage Satan stellen musste. Ich schaute rüber wo Satan stand und fragte ihn:“Wer garantiert mir, das hinter mir die Türen nicht zugehen?“. Während ich diese Frage stellte wusste ich folgendes. Wenn ich reingehe werde ich dort bleiben, wenn die Türen zu gehen. Mein Körper wäre tot und man würde irgendwann meine Leiche finden. Satan musste Antworten und sprach zu mir:“Das garantiert dir niemand“. Hatte ich doch etwas Hoffnung das mir irgendwer garantieren könnte dass das nicht passiert. Aber meine Unwilligkeit wurde zur Angst und ich sagte:“dann will ich das nicht“. Sofort brachte mich der Lichtstrahl mit den Flügeln nach oben. Ich schaute runter und sah von oben alles. Satan, das Tor und auf der anderen Seite sein Reich. Und mit einem Schwups, war ich wieder in meinem Körper. Kam zu mir und konnte das Pentagramm umgehend verlassen. Ganz anders als in meiner vorherigen Erfahrung.


Was mache ich nun damit?

Irgendwie war ich nicht sehr viel Klüger als vorher. Also ging ich zu einer besagten Freundin von der alten Gemeinde die mich nicht wollte. Im Gespräch teilte ich ihr mit das ich eine Gemeinde brauche, eine Kirche, irgendwat! Hauptsache Gott sei da, aber ich wollte Jesus nicht mein Leben geben. Die Gemeinde mit ihrer mir empfundenen Ablehnung, meine Biographie und irgendwie wollte ich noch mein Leben behalten und irgendwie, irgendwas draus machen, das die Welt mich sieht: siehe, aus ihm ist doch was geworden. Diese Seelenwunde sollte mich noch weiterhin begleiten, bis heute und vielleicht auch morgen. Weit aus nicht mehr so stark.

 

Eine Antwort sollte ich bekommen, wenn auch anders als gewünscht. In einer Nacht hatte ich einen Traum. Ich erwachte und wusste nur noch das ich was krasses geträumt haben musste. Die einzige Botschaft die mir noch in meinem Kopf hängen geblieben war, war diese: Meinen 25sten Geburtstag werde ich nicht mehr erleben. Das hat sehr gesessen und nahm mich mit. Zerstreut ging ich in meine Ausbildungsstätte. Als wir in der Mittagspause waren, sprach ich mit unserem Hauptlehrer über die Sache. Das war nicht so ganz einfach, aber ich öffnete mich. Ich erzählte ihm und er hörte aufmerksam zu. Dann sprach er zu mir: „Ich hatte in dieser Nacht auch einen Traum von dir“ „Ernsthaft? Ach du Shite“ „Ja, wenn ich mit 35 über diese Erde laufe, wirst du hier nicht mehr mit laufen“

Wie geht man damit nun um. Ich ging zu meiner christlichen Freundin und erzählte ihr von dem geschehen. Sie war recht traurig und drängte darauf das ich in die Gemeinde gehe. In diese Pfingstgemeinde. Ich traute mich immer noch net, gleichwohl mein Widerstand etwas gesunken war. Vielleicht ist es das was mich retten könnte. Ich musste ja Kontakte hin knüpfen.
Also rief ich mal in dem Gemeindebüro an um einen Termin mit dem Pastor zu bekommen. Ein Termin wurde mir gegeben. Mit einem Gefühl des Unbehagen ging ich zu diesem Termin. Eigentlich wollte ich da nur so etwas wie eine gewisse Absolution, das ich nicht sterben musste. Ich dachte mir, oke wer wird mich schon vermissen, aber ich wollte so und so jung nicht sterben. Das war was anderes als wenn man sich selbst das Leben nimmt.
Ich klopfte an die Tür des Pastors und wurde rein gerufen. Das Gespräch verlief recht gut und locker. Ich erkundigte mich wann Gottesdienst war und ob ich dahin kommen könnte. Ich sei ja nun auch Christ. Er saß dort mit verschränkten Armen und zweifelte an was ich sagte. Was mich wunderte. Ich hatte ja mit Jesus Erlebnisse gehabt, so zu sagen… Aber das fehlte offenbar noch etwas. Nur was?



Weihwasser
Wieder war ich danach bei meiner christlichen Freundin und erzählte von dem Besuch. Sie freute sich natürlich sehr darüber. Wir sprachen miteinander und verbrachten einen guten Nachmittag zusammen. Als ich von ihr zu mir nach Hause ging, spürte ich den Heiligen Geist und er erklärte mir das die Dämonen meine Feinde seien und mir böse gegenüber gesonnen sind. Es mag komisch klingen, aber für mich war das recht überraschend. Als ich unten bei meiner Haustür war, schaute ich außen nach oben auf meine Fenster und ich nahm war das die Wohnung voller Dämonen war. Nun fürchtete ich mich etwas davor rein zu gehen. Aber ich ging rein. Drinnen angekommen bemerkte ich auf einmal das eine Gefahr von denen ausging, die ich als „Haus und Hofdämonen“ angesehen haben. Der Heilige Geist sagte mir, als ich ein Kreuz in der Hand hielt, das ich Jesus Christus in mir haben muss. Ich nahm das Kreuz und wollte es schlucken. Der Heilige Geist hielt mich ab, ich würde mich sehr schwer verletzen damit.
Ich kratze meine letzten Gedanken zusammen und nahm ein Marmeladenglas. Man weiß halt was gegen das Böse hilft, Kreuze, Bibel, Weihwasser. Mit ihm stürmte ich in den Dom. Dort stand ein Boiler mit einem Wasserhahn. Darin war geweihtes Wasser, Weihwasser eben. Das Marmeladenglas machte ich voll bis unters Dach.
„So, die werde ich jetzt ersäufen“, dachte ich so bei mir.
Kriegerisch marschierte ich hoch in den vierten Stock und spritzte überall voller inbrunst das Weihwasser in der Wohnung rum und betete das die Dämonen zu verschwinden hatten. Gott stellte sich zu meinen Worten und ja, einige sind dann geflogen. Andere solle ich erst im laufe von Jahren los werden. Das hat immer wieder was mit Seelenwunden, Anspruch und Stand, auf dem man steht, zu tun. Buße tun ist eines der wichtigsten Elemente im Exorzismus um die Freiheit zu halten. Sogenannte „Offene Türen“ durch die Dämonen immer wieder durch kommen sind zum Beispiel: Kontrolle, Machtbedürfnis, Sünde, kurz gesagt kann man einfach die sieben Todsünden nehmen. Aber dazu mehr in anderen Artikeln


Christ werden? 

Schwieriges unterfangen, aber zuerst stand Gemeinde an. Auf dem Sessel sitzend wurde ich fast ohnmächtig und dachte das ich jetzt sterben müsse und stellte fest, mein Lebensende hat Gott mehr in der Hand als ich. Seltsam… was der alles kann. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich dachte das ich ewig und drei Tage alt werde und dann so etwas. Junglöwe dachte das eben. Es erschreckte mich mehr, als ich hier zum Ausdruck bringen kann. Jemand(!) nicht (ES! Schicksal, Zufall) mit eigenem Willen, vermochte mein Leben zu beenden. Am Kiz in Hamburch kann das mal passieren… aber einfach jemand, nach dessen Vorstellungen mein Leben nicht gefällt. Das war zu viel. Oke, bevor ich Märtyrer gleich geopfert werde, auf dem Altar meines stolzes gab ich mal lieber Jesus mein Leben. Fürs erste… „Herr Jesus, ich erlaube dir in mein Leben zu kommen, ich erlaube dir zu vergeben……“ Ja, ich war recht stolz. Aber auch das durfte sich in den folgenden Jahren etwas verbessern.

Ich bat die Freundin aus dem Zimmer zu gehen und mich alleine beten zu lassen. Sie ging feiernd aus dem Zimmer und ließ mich alleine. Ich grummelte ihr hinterher sie soll net so feiern. Das ließ sie völlig unbeeindruckt. -.- . Nun fehlte noch eine Gemeinde, Haus, Hof, Kinder, Hund und Garage. Ich dachte das jetzt ein sehr langweiliges Leben beginnt und freute mich so halb. War aber durchaus sehr neugierig was sich nun in meinem Leben einstellen würde. Achja, Gemeinde suchen.

Gemäß dem Vorschlag gingen wir in diese freie Christliche Gemeinde. Pfingstler oder so. Dort angekommen wurden wir freudig begrüßt und nahmen Platz. War so ein wenig interessant, bis sie anfingen mit Musik Gott zu loben. Nicht das ich das nicht kennen würde, aber ihre Reaktionen waren einfach anders. Sie hoben die Hände und waren irgendwie komplett weg, gaga, und ich bekam Angst. Ich sagte meiner Begleiterin das wir hier raus müssten, das ist eine Sekte. „Auf los“. Sie hielt mich am Arm zurück und ich sollte mich doch setzen. Widerwillig setzte ich mich.

Die Gemeinde hatte ein paar Problemen mit mir. Das betraf meine Kleidung. Lederhose, immer in schwarz und irgendwie hatte die Gemeinde, ja – auch ein Problem. Das Problem waren die Kleidung und die Schatten, die Dämonen die mich begleiteten. Ja meine Persönlichkeit war schon recht ramponiert und es wundert mich nicht das ich in Gemeinschaften immer wieder aufgefallen bin. Nun der große Löwe fällt immer noch auf, sehr, aber komplett anders. Die beiden Pastoren gaben sich sehr viel Mühe mit mir. Sie verteidigten mich und hielten mich fest. Eine geistliche Mutter begleitete mich bis ich in den Hunsrück ging. Ihr gebührt mein Dank, wie auch der Gemeinde und den Pastoren.


Christ-sein
Nach einem Jahr zog es mich in den Hunsrück, das war die Zeit wo ich unter dem Pastor Eisbär zum Glauben erblühte. Dort machte ich meine Ausbildung zum Mediengestalter für Print und Non-Print. Meine Firma hat mich auch sehr getragen. Auch ihnen gebührt viel Dank. Ungefähr 10 Jahre war ich auf dem Hunsrück, bevor es wieder nach Mainz ging. Dies mal an den Sonnigen Hang in Ortsteil Marienborn. Auf dem Hunsrück lernte ich meine beste Freundin kennen, mit der ich bis heute tief verbunden bin. Für diese Freundschaft bin ich sehr dankbar.

Ethliche Male fragte mich Jesus ob ich ihm wirklich folgen möchte. Ich würde so sagen das ich ab mitte zwanzig Christ wurde.Viele Heilungsgottesdienste und viel Liebe und Fürsorge veränderte viel in meinem Leben. Auch Pastor Eisbär half mir sehr viel. 

Christus in mir, bedeutet das ich Jesus mein Leben gegeben habe. Er ist nun König in meinem Leben, mein Herr und mein Erlöser. Und ich bat das der Heilige Geist in mich kommen würde. Christus in mir. Mehr dazu in diesem Artikel.

Als erstes Danke ich Gott. Jesus hat viel Gutes in meinem Leben getan. Meine Gaben durfte ich behalten und Hott entwickelte sie. Ich fühle und sehe noch immer. Gott hat mir mein yleben geschenkt. Dankeschön Jesus.


Und mit großem Dank schaue ich auf die Menschen zurück die mein Leben begleitet haben und mir halfen, der zu werden der ich heute bin.
Jemand unvollkommenes, jemand der krank ist, jemand der auf dem Weg ist, seinen Frieden mit Gott hat, jemand der diese Zeilen für dich niederschrieb.

Gruß, Löwe.



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